Der diabetische Fuß

Ursache – Diagnose – Versorgung
"Diabetes", dieser Befund bedeutet für die Betroffenen meist tiefgreifende Veränderungen, Einschränkungen, Vorbehalte und scheinbar einen Verlust der Lebensqualität. Sie lernen jedoch mit dieser Krankheit umzugehen, mit ihr zu leben, sich bewusster zu ernähren und achten intensiver auf ihren Körper. Üblicherweise verläuft Diabetes ohne äußere Merkmale, außer es kommt zum diabetischen Fuß.

DFS – das diabetische Fußsyndrom ist im weitesten Sinne die Schädigung des Fußes als Folge der Diabetes. Deformationen, schwer heilende Wunden am Fuß, Blasenbildung und Einblutungen, alles ohne viel Schmerz dabei zu empfinden. Häufig fühlt sich der diabetische Fuß trocken und warm an, was als angenehm empfunden wird, aber ein erstes Warnsignal sein kann. Wichtig ist es beim geringsten Verdacht einen Spezialisten zu kontaktieren um rechtzeitig Präventivmaßnahmen setzen zu können.
Es gibt zahlreiche Ursachen für DFS. Schädigung der Nerven, Beeinträchtigung der Gefäße und damit verbundene Durchblutungsstörungen, aber auch Veränderungen des Fußskeletts oder eine Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit können Auslöser für DFS sein. Auch äußere Einwirkungen wie Infektionen, Verletzungen, falsche Fußpflege und ungenügendes Schuhwerk kommen als Ursache in Betracht.

Die Diagnose stellt grundsätzlich der Mediziner, aber auch Diabetesberater, Fußpfleger, Krankenpfleger und Orthopädieschuhmacher sind ausgebildet den diabetischen Fuß zu erkennen und sofortige Maßnahmen zu setzen. Je früher DFS erkannt wird, umso leichter ist es mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken (Einlagen oder entsprechende Schuhzurichtungen). Liegt bereits eine Schädigung der Nerven bzw. der Blutgefäße vor, ist eine Diabetesfußbettung unerlässlich. Sind bereits offenen Wunden vorhanden, muss ein individueller Therapieschuh, der den oder die betroffenen Fußteile entlastet, angefertigt werden. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Amputation eines Fußteiles (z.B. einer oder mehrere Zehen) kommen.

Der sorgsame Umgang mit Ihren Füßen geht einher mit der Einhaltung Ihrer Lebensqualität. Zögern Sie nicht im Bedarfsfall einen Spezialisten zu kontaktieren. Wir sind für Sie da und beraten Sie gerne!


Richtige Fußpflege

Schutz vor Verletzungen

  • Begutachten Sie Ihre Füße täglich, ein Spiegel kann hier hilfreich sein um auch die Sohlen zu kontrollieren!
  • Laufen Sie niemals Barfuß! Schuhe und Strümpfe schützen Ihre Füße vor Verletzungen. Auch im Haus!
  • Den Schuhkauf sollten Sie auf jeden Fall erst nachmittags, am besten aber abends tätigen. Die Füße sind dann bereits etwas angelaufen. Die Schuhe sollten bequem sein und genügend Zehenspielraum zulassen.
  • Lassen Sie Ihre Füße atmen! Schuhe aus Leder oder Stoff sind hierfür geeignet.
  • Jede Veränderung am Fuß sollte von einem Arzt begutachtet und behandelt werden! Auf keinen Fall sollten Sie Blasen selbst aufstechen oder Hornhaut entfernen.


Richtige Fußpflege

  • Vorsicht beim Nägelschneiden! Die Nägel nicht zu kurz und auf keinen Fall in die Ecken schneiden.
  • Hühneraugen, Hornhaut und eingewachsene Nägel nur vom Fachmann behandeln lassen!
  • Nehmen Sie ein tägliches, warmes Fußbad mit max. 28 Grad! Verwenden Sie ein Thermometer und  baden sie längstens 5 Minuten unter Verwendung einer milden Seife.
  • Füße immer  trocken halten, damit kein Fußpilz entstehen kann!
  • Beim Abtrocknen der Füße immer tupfen, nicht reiben!
  • Wechseln Sie täglich Strümpfe, bei Fußschweiß öfters! Bevorzugte Materialien sind Baumwolle und andere Naturfasern, keine synthetischen Stoffe verwenden.
  • Für mehr Information liegt eine kostenlose Broschüre in unseren Filialen für Sie auf.